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Ovelgünne

Ovelgünne ist seit 01. September 2010 ein Ortsteil der Gemeinde Eilsleben im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Zu Ovelgünne gehört der Ortsteil Siegersleben.

 

Das Motiv des Wappens der Gemeinde Ovelgünne ist eine gestürzte silberne Taube mit Ölzweig auf blauem Schild. Das Motiv dieses Wappens ist abgeleitet von einem alten Kirchensiegel. Die Gemeindefarben sind blau-weiß.

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Ovelgünne liegt im Nordwesten der Magdeburger Börde in einem hügeligen Gebiet an den Allerquellen (eine der Quellen befindet sich nahe dem Ortsteil Siegersleben). Südöstlich des Ortes erreichen die Grünen Berge 183 m ü. NN. Seehausen ist ca. 6 km, die Landeshauptstadt Magdeburg etwa 22 km von Ovelgünne entfernt. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die Eisenbahnlinie Magdeburg – Hannover und die Straßen B 246a, L 45, L 103, K 1270.

 

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1552.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Friedenskirche

Die „Friedenskirche" der Gemeinde steht auf einem Hügel am Südrand des Dorfes. Sie wurde aus rotem Sandstein 1920/22 erbaut. Die Orgel stammt von 1932.

 

Am Dorfteich sind alte große Kastanienbäume zu bestaunen. Er wird auch als Angelgewässer genutzt. Ca. 2,5 km nordwestlich von Ovelgünne in der Gemarkung Eilsleben befindet sich das Flächennaturdenkmal „Mückenberg", ein ökologisch bedeutender Standort für seltenen Pflanzen, beispielsweise die Wiesenprimel.

 

Ab 1238 nutzte das „Kloster Marienthal" bei Helmstedt jede Gelegenheit zum Landerwerb. Dazu gehörte auch die Gemarkung Siegersleben. 1239 gründete es einen neuen Klosterhof mit einer Marienkapelle. Der Hof entwickelte sich bald zur Größe eines Gutshofes. Im Lauf der Reformation und des 30-jährigen Krieges wurden Dorf und Gut stark zerstört. Von den zahlreichen Pächtern des Klostergutes hatte Oberamtmann „Österreich" großen Anteil an der Errichtung der Eilsleber Zuckerfabrik. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Siegersleben unter westfälischer Verwaltung zum „Kanton Seehausen". Die Anlage des ehemaligen Klostergutes ist heute noch erhalten. Auf dem Hof stand die Kapelle, die der Klosterheiligen „Maria" geweiht war. Sie wurde 1865 abgerissen, nachdem die neue Dorfkirche fertiggestellt war. Die „St. Marien"-Kirche erbaute man 1861/64 unter der Leitung des Kreisbaumeisters „Wunderlich"-Schöningen.

 

In Ovelgünne leben 123 Einwohner (Stand 12/3456)

 

Telefon (039409) 9160 (über VerbGem Obere Aller)
Telefax (039409) 398 (über VerbGem Obere Aller)