Schriftgröße: normale Schrift einschalten|große Schrift einschalten|sehr große Schrift einschalten
 
  

Barneberg

Am 01. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Barneberg nach Hötensleben eingemeindet. Barneberg liegt ca. 12 km südöstlich von Helmstedt. Die Bundesstraßen 245 und 245a führen direkt durch den Ort. Caroline war als Ortsteil der ehemaligen Gemeinde ausgewiesen. Er war ehemals Wohnstätte der Bergarbeiter. Hier wurde in der Grube 'Caroline' im Jahre 1857 mit dem Kohleabbau begonnen.

 

Barneberg führt am Wappen einen symbolisierten Wartturm, der sich in Natura als mittelalterlicher Turmstumpf südlich von Barneberg auf der 162,5m hohen Erhebung der „Höhe" befindet. Er ist auf das Jahr 1167 datiert, der Zeit, in der der „Pfalzgraf von Sommerschenburg" als Verbündeter "Heinrich des Löwen" gegen den Staufferkaiser „Friedrich I." kämpfte.

wappen_barneberg.jpg

 

Im Jahre 1170 wird Barneberg erstmals in einer Urkunde genannt. Das Kloster Werden - St. Ludgeri Helmstedt besaß im Jahre 1170 eine Hufe der Ortsgemarkung, die im Besitz eines Ministerialen Gerhardus war. Mehrere Besitzer wechselten im 12. Jahrhundert, u.a. besaß den Ort im Jahre 1199 Oldhild von Hagen. Im Jahre 1291 wird ein Ministerialer Otto von Barneberg, Stiftsherr zu Walbeck benannt. Auch die Herzöge von Braunschweig besaßen einzelne kleine Lehen im 14. Jahrhundert.

 

Die Hoheit über Barneberg scheint schon im Mittelalter der Burg Hötensleben zugestanden zu haben. So blieb der Ort auch später bei dem Hessen-Homburgischen Amt Hötensleben. Zur Zeit des Königreichs Westphalen, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, gehörte der Ort zum Kanton Warsleben, Distrikt Helmstedt, Okerdepartement.

 

Im Hochmittelalter hatten zunächst die Grafen von Hallermund das Patronat über die Kirche Barneberg inne. Über Adelheid von Loccum-Hallermund ging das Patronat auf die Grafen von Dassel über. In Barneberg und anderen Orten dieser Gegend besaßen sie im 13. Jahrhundert zudem Hufe, die Graf Adolf I. von Dassel durch die Ehe mit Adelheid von Wassel erhielt. Mit Adelheid verwandt waren die auch für Barneberg zuständigen Erzbischöfe Albrecht I. und dessen Halbbruder Wilbrand von Käfernburg.

 

Auf das Patronat über die romanische Kirche, deren Turm 1618 renoviert wurde und noch heute steht, verzichtete Graf Simon von Dassel 1311. Das Kirchenschiff wurde 1884 abgerissen. Der Nachfolgebau im neugotischem Stil wurde schon im Folgejahr fertiggestellt. Heute befindet sich die Kirche in stark renovierungsbedürftigem Zustand, der mittelalterliche Kirchturm ist mit einer provisorischen Armierung versehen. Diese Friedenskirche genannte Kirche gehört heute zum evangelisch-lutherischen Kirchspiel Hötensleben im Kirchenkreis Egeln.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

  • Auf der 162,5 m hohen Barneberger Höhe befindet sich der Turmstumpf einer Warte aus
    der Zeit um 1167.

 

  • Friedenskirche zu Barneberg (siehe auch "Geschichte")

 

  • Grabstätte auf dem Ortsfriedhof für eine namentlich bekannte sowjetische Zwangsarbeiterin, die 1944 Opfer der Zwangsarbeit wurde

 

 

In Barneberg leben 123 Einwohner (Stand 12/1234).