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Nichts geht mehr: Sommersdorfer Straße in Harbke ist dicht

In der Sommersdorfer Straße sind bereits kurz nach Baubeginn die Tiefbauarbeiten angelaufen, die die Erneuerung sämtlicher Wasser- sowie der Stromleitungen umfassen. Foto: Ronny Schoof (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: In der Sommersdorfer Straße sind bereits kurz nach Baubeginn die Tiefbauarbeiten angelaufen, die die Erneuerung sämtlicher Wasser- sowie der Stromleitungen umfassen. Foto: Ronny Schoof
Die grundhafte Sanierung der Sommersdorfer Straße in Harbke hat begonnen. Noch eine ganze Weile müssen Anlieger – inklusive der Grundschule – mit erheblichen Einschränkungen klarkommen. Kann der Zeitplan gehalten werden?

Mit Beginn der Vollsperrung Anfang März wurde auf der Kreisstraße 1373, Ortslage Harbke, vom Fleck weg gefräst und bald darauf auch schon gebuddelt.

Nach dem Entfernen der Straßendecke hat sich der Bautrupp schon tief nach unten gearbeitet, da die Erneuerung der Trink- und Abwasserleitungen ein wesentlicher Teil der Sanierungsmaßnahme ist. „Die Anfangsphase – das weiß ich inzwischen aus Erfahrung – ist immer am schwierigsten, weil sich alles erst einpegeln muss – vor allem logistisch in Fragen wie Müllabfuhr oder Erreichbarkeit der Grundstücke“, sagt Bürgermeister Werner Müller. Seiner Einschätzung nach sei das aber „ganz gut angelaufen.“

Etwas problematischer gestalte sich die Situation in Bezug auf die an die Sommersdorfer Straße angrenzende Grundschule beziehungsweise den Schülertransport, weil die Anfahrt aufgrund der Sperrung nur noch einseitig über die Parkstraße erfolgen kann, die nun während der Baumaßnahme auf Höhe der Schule eine Sackgasse ist. „Viele Eltern, die ihre Kinder selbst fahren, sind daran gewöhnt, bis zur Schule vorzufahren“, erklärt Werner Müller. „Da wird es dann beim Hinbringen und Abholen durchaus mal eng und unübersichtlich in der Sackgasse.“ Es empfehle sich daher, „die Kinder lieber ein paar Meter mehr gehen zu lassen“, etwa von der Neuen Straße oder der Goethestraße aus, wo auch die Bushaltestellen vorübergehend eingerichtet sind.

 

Erst 2025 fertig?

Auf den Verlauf der Bauarbeiten ist der Bürgermeister gespannt. Die Sperrung ist bis 30. September genehmigt. Müller rechnet allerdings damit, dass die Maßnahme erst 2025 beendet wird: „Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Straße pünktlich fertig ist. Ich vermute daher, dass wir über eine Fertigstellung erst in einem Jahr reden, also mit einer Ruhezeit über Winter, in der die Straße zwar genutzt werden kann, aber eben noch nicht mit allem Drum und Dran abgenommen ist.“ Er meint damit insbesondere die Nebenanlagen. So werden im Zuge des grundhaften Ausbaus, der die Versorgungsleitungen für Wasser (TAV) und Strom (Avacon; komplette Umstellung auf Erdverkabelung) und Überquerungshilfen einschließt, auch die Gehwege, Grundstückszufahrten sowie die Straßenbeleuchtung erneuert; ebenso die Bushaltestellen.

 

Nebenanlagen zahlt Gemeinde

Für jene Nebenanlagen ist die Gemeinde zuständig – und der aufzubringende Kostenaufwand stellt laut Werner Müller bei derartigen Maßnahmen die eigentliche Komplikation dar. „Für die Gemeinde gehe ich von einem Anteil an den Gesamtkosten von über 800.000 Euro aus. Davon haben wir früher zwei Straßen gebaut.“ Den Part der Versorgungsträger und des Landkreises eingerechnet, beliefen sich die Gesamtkosten auf mehr als zwei Millionen Euro für 425 Meter neuer Straße.

„Das vor dem Hintergrund der abgeschafften Straßenausbaubeiträge“, legt der Bürgermeister das Problem aus kommunaler Sicht dar. „Wir bekommen gerade mal 27.000 Euro vom Land erstattet. Das ist natürlich kein wirklicher Ausgleich für den Wegfall unserer wiederkehrenden Ausbaubeiträge und bringt die Kommunen nicht erst auf lange Sicht in finanzielle Nöte, weil sie sich entweder hoch verschulden müssen oder sich den Straßenbau einfach nicht leisten können. Wir sind zwar zum Glück noch eine Gemeinde. die eine gesicherte Leistungsfähigkeit nachweisen kann, aber es muss dringend etwas geschehen hinsichtlich der finanziellen Ausstattung der Kommunen, zumal die von uns zu leistenden Umlagen immer höher ausfallen und uns dadurch kaum etwas für die eigenen Aufgaben bleibt.“

 

Text: Ronny Schoof - Volksstimme