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Weltmeisterin mit 48: Eilsleber Triathletin holt Gold am Persischen Golf


Bild zur Meldung: Beim elterlichen Besuch in Eilsleben wurde die frisch gebackene Weltmeisterin mit einem Gratulationsbanner empfangen. Die Medaillensammlung um den Hals entstammt den nationalen und internationalen Wettkämpfen von August bis November.



Woran Deutschlands Elita-Fußballer krachend gescheitert sind, das hat die aus Eilsleben stammende Triathletin Elke Schönhardt vollbracht: einen Weltmeistertitel am Persischen Golf. Überhaupt war es für die 48-Jährige eine überaus erfolgreiche Saison – mit der Krönung in Abu Dhabi.

 

Groß ist die Medaillensammlung, die Tochter Elke den Eltern präsentieren konnte, und noch größer die Freude im Hause Schönhardt über die jüngst errungenen Erfolge der Leistungssport-„Spätzünderin“. Als frisch gebackene zweifache Weltmeisterin weilte Elke Schönhardt zum Adventsbesuch in Eilsleben. „Wir könnten als Eltern nicht stolzer sein“, findet Papa Klaus.

Elke Schönhardt lebt, arbeitet und trainiert in Berlin. Triathlon, also Schwimmen, Radfahren und Laufen hintereinander weg, ist ihr Metier; daraus abgeleitet zudem die Disziplin Aquabike, bei der lediglich eine Schwimm- und eine Radstrecke absolviert werden muss. Während der Wettkampf-Hochsaison treibt sich Elke Schönhardt auf Medaillenjagd quer durch die Bundesrepublik und darüber hinaus in der weiten Welt herum. Eine Jagd, die sie in den vergangenen Wochen so erfolgreich wie nie zuvor bestritt: im August Deutsche Meisterin (Sprint-Triathlon) in Berlin sowie Weltmeisterin (Aquabike-Langdistanz) in Samorin/Slowakei, im September Deutsche Meisterin (Olympische Distanz) in Hannover und Vize-Europameisterin (Aquabike) in Bilbao/Spanien. Ende November dann folgten der WM-Titel (Aquabike) und ein dritter Platz (Triathlon-Supersprint) in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

Knackige Herausforderung in Abu Dhabi

Die Wettkämpfe verlangen den Athleten naturgemäß ohnehin viel Kraft und Überwindung ab. Jener in Abu Dhabi, sagt Elke Schönhardt, „war aber besonders knackig.“ Die Hitze in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit sei „eine große Herausforderung“ gewesen: „30 Grad, gefühlt aber locker 35 – mit solchen Bedingungen komme ich eigentlich nicht so gut klar, aber die Vorbereitung vor Ort lief ganz gut, und meine Form hat offenbar auch gepasst“, schmunzelt die 48-Jährige weltmeisterlich im Rückblick auf das lohnende Abenteuer am Persischen Golf. Die Goldmedaille in ihrer Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen errang sie nach 1,5 Kraul-Kilometern im Wasser und einer 40 Kilometer langen Radstrecke über die weitläufigen Straßen Abu Dhabis mit knapp 40 Sekunden Vorsprung vor einer drei Jahre jüngeren Australierin.

 

Nächstes Ziel: Ibiza

„Mal abgesehen von der sportlichen Motivation, die bei mir immer sehr groß ist, reise ich sowieso gern“, sagt Schönhardt. Von daher seien die vielen „Ausflüge“ weniger Stress als vielmehr die passende Verbindung zweier leidenschaftlicher Hobbys. Ein Haken dabei: „Ich bin ja kein Profi und daher auch in keiner Sportförderung.“ Für Flüge, Unterkünfte und auch die mitunter üppig bemessenen Startgelder muss sie selbst aufkommen. Deshalb sei „so langsam mal Sponsorensuche“ angesagt. Denn Elke Schönhardt hat weiterhin große Ziele, dabei auch schon die nächste Weltmeisterschaft im Blick: „Im Mai die Aquabike-Langdistanz auf Ibiza.“

Ein großer Vorteil dagegen ist, „dass mich das Kommissariat vollauf unterstützt, ich flexible Dienstzeiten habe und das Training in den Dienstsport integrieren kann.“ Den Triathlon als Sport für sich entdeckt hat die Polizistin im Rang einer Oberkommissarin im Alter von 32 Jahren: „Das war 2006 bei einem Polizei-Triathlon. Da habe ich Blut geleckt Es ist ein Sport, der einen an die eigenen Grenzen bringt und über sich hinauswachsen lässt.“ Die sportlichen Wurzeln liegen noch weit tiefer: Die Schülerin Elke war eine sehr talentierte Leichtathletin unter den Fittichen der damaligen Betriebssportgemeinschaft Dynamo Wefensleben.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme