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Drackenstedts Kirchenfassade bald wieder schick und dicht


Bild zur Meldung: Drackenstedts Kirchenfassade bald wieder schick und dicht



Die Hülle der Nicolaikirche in Drackenstedt erfährt derzeit eine Frischzellenkur. Die Sanierung der Fassade soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, eine weitere Maßnahme steht bereits auf der Agenda.

 

Hübsch ist anders. Aber so ist das nun mal, wenn eine Baustelle eingerichtet ist – erst recht, wenn sie nach außen hin sichtbar und so groß wie eben eine Kirche ist. Bauzäune, Container, ein Gerüst und meterlange Planen prägen das Bild am Dorfplatz und machen deutlich: Das Gotteshaus geht etwas Größeres vonstatten.

„Wer in den zurückliegenden Wochen und Monaten die Ortsmitte von Drackenstedt passiert hat, dem wird sicherlich das Baugerüst an der Dorfkirche aufgefallen sein“, kommentiert dazu Frank Michaelis. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Gemeindekirchenrats und von diesem damit betraut, die Sanierungsarbeiten an St. Nicolai in dessen Interesse zu überwachen und Kontakt mit den Bauverantwortlichen zu halten. Michaelis meint; „Ich bin mit der Arbeit der ausführenden Firma bis hierhin sehr zufrieden.“ Und er rechne auch nicht damit, dass sich an dieser Einschätzung noch etwas ändere.

 

Fördermittel waren ausschlaggebend

Mitte Mai war die Sanierung der altehrwürdigen Außenmauern angelaufen. „Da sich die Fassade in einem schlechten Zustand befand, bemühte sich die Kirchengemeinde schon seit Jahren um deren Instandsetzung“, so Frank Michaelis. Die Initialzündung schließlich lieferte die Förderung über das so genannte Leader-Programm. „Dadurch können wir das Ziel als Maßnahme der Lokalen Aktionsgruppe ‚Flechtinger Höhenzug‘ mittels EU-Fördermitteln, bereitgestellt vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten, verwirklichen.“

Das Projekt habe ein finanzielles Volumen von 230 000 Euro – für die kleine Kirchengemeinde eine schier unendlich große Summe. Doch knapp drei Viertel davon (rund 170 000 Euro) sind durch die genehmigte Förderung abgedeckt. „Die erforderlichen Eigenmittel werden größtenteils durch den Kirchenkreis Egeln und natürlich auch von der evangelischen Kirchengemeinde Drackenstedt aufgebracht“, erklärt Michaelis. „Somit liegt alles im Plan, und wir streben an, die Fassadensanierung noch in diesem Jahr abzuschließen.“

Man habe mit dem Magdeburger Bauunternehmen, das die Arbeiten ausführt, „eine in der denkmalgerechten Sanierung von Gebäuden erfahrene Fachfirma“ zum Partner. Und auch die Projektierung und Gesamtleitung liege laut Frank Michaelis in versierten Händen: „In denen von Architekt Gerd Srocke, der auch schon die Maßnahmen der zurückliegenden Zeit hier betreut hat – die Neueindeckung des Kirchenschiffs, die Sanierung des Kirchturms, der Einbau der Winterkirche und die Reparatur des Tonnengewölbes mit Auffrischung des Wandfrieses.“ Diese Projekte waren ebenfalls „durch eine gute Unterstützung seitens öffentlicher Stellen, des Kirchenkreises Egeln und durch private Spenden ermöglicht“ worden.

 

Fenster im Visier

Das Gemäuer also ist demnächst wieder dicht und schick – mit einem Makel: die Fenster. Damit wäre auch die nächste große Etappe zum Erhalt der Nicolaikirche deklariert. „Man sieht ja schon an der mit Holzplatten notdürftig präparierten Fensteröffnung, dass da Handlungsbedarf besteht“, konstatiert Frank Michaelis. „Die Kirchenfenster müssen alle dringend erneuert werden, und natürlich würden wir das gern bald im Anschluss an die jetzige Maßnahme angehen, damit die Sanierung der äußeren Bauhülle der Kirche insgesamt abgeschlossen werden kann. Wir sind dafür aber auch wieder auf externe Unterstützung, sprich Förderung angewiesen.“

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme