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Sommersdorf

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Telefon (039409) 9160 (über VerbGem Obere Aller)
Telefax (039409) 398 (über VerbGem Obere Aller)
Mobiltelefon (0171) 3625946 (Bürgermeister Peter Müller)

Homepage: www.sommersdorf.de

Sommersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat.

 

Der Ort Sommersdorf befindet sich im Süden des „Lappwaldes" am Rande des Landschaftsschutzgebietes „Harbke – Allertal", unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen (die niedersächsischen Städte Helmstedt und Schöningen sind 8 km bzw. 9 km entfernt). Er kann durch die L 106, K 1372 und die K 1373 erreicht werden. Die nähere Umgebung zwischen Aller, Lappwald und Elm ist hügelig und weist Höhen bis 200 m ü. NN auf („Fuchsberge" 202 m, „Hochberg" 200 m ü. NN). Der höchste Punkt ist der „Heidberg" mit 211,1 m.

 

Der im Wappen dargestellte Krug bezieht sich auf das frühere stark verbreitete Töpferhandwerk, die roten Balken auf silbernem Grund symbolisieren die einstige Zugehörigkeit zur Herrschaft Sommerschenburg-Seehausen, zum Hochstift Quedlinburg und zum Erzbistum Magdeburg. Wappen-Sommersdorf.jpg

 

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Im Abgabenverzeichnis des Klosters „St. Ludgeri" in Helmstedt wurde Sommersdorf erstmals im Jahre 983 erwähnt. Man nimmt an, dass dieser Ort eine fränkische Gründung gewesen ist. Sommersdorf ist unmittelbar mit der gegen die Slawen errichteten Grenzfeste Sommerschenburg entstanden. Dieses typische Bauerndorf stand seither immer in Abhängigkeit zu dieser Burg. Der Ort hatte unter vielen Machtkämpfen zu leiden. Große Verwüstungen suchten ihn im 30-jährigen Krieg heim. Im Jahre 1680 fiel Sommersdorf an Brandenburg. Auf Beschluss des preußischen Königs „Friedrich II." wurden im Jahre 1770 Häuser für Kolonisten errichtet. Von besonderem Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde war der Mitte des 19. Jahrhunderts beginnende Abbau der Braunkohlenflöze in der „Helmstedter Braunkohlenmulde". Im Jahre 1814 kam Sommersdorf mit der Sommerschenburg in den Besitz der Familie des Grafen „Neidhardt von Gneisenau". Diese Besitzverhältnisse hatten bis zum Jahre 1945 Bestand.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Evangelische Kirche

Sie ist ein Saalbau aus dem Jahre 1717. Ein schmaler rechteckiger Turm prägt ihr Erscheinungsbild. An der Ostwand der Kirche sind romanische Reste zu sehen, die auf eine Vorgängerkirche hinweisen. Im Inneren kann eine Holztonnendecke und ein hufeisenförmige Empore besichtigt werden. Außerdem ist ein Kanzelkorb mit hohen Säulen und Schnitzfiguren zu betrachten. Es sind Christus und 4 Evangelisten dargestellt. Darunter befinden sich lebensgroße Figuren von Moses und Johannes dem Täufer. Bördetypische Drei- und Vierseitenhöfe prägen das Ortsbild Sommersdorfs. Liebevoll restaurierte Fachwerkbauten und Stallungen mit Galerien kann man hier finden

 

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In Sommersdorf leben insgesamt 1.395 Einwohner davon 425 Einwohner im OT Sommersdorf  (Stand 12/2018). Bürgermeister der Gemeinde Sommersdorf ist Peter Müller.

 

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