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Wefensleben

Der Ort Wefensleben liegt an der Aller im nordwestlichen Teil des Landkreises Börde, in der Niederung zwischen den Ausläufern des Lappwaldes und dem Osterberg (166 m). Westlich grenzt „Trenkmanns Busch", ein 24 ha großer Mischwald an. Die Verkehrsanbindung erfolgt über den direkten Eisenbahnanschluss der Linie Magdeburg-Hannover, sowie die A2, die B1, die B245 und L40. In der Gemeinde Wefensleben leben 1.879 Einwohner (Stand: 12/2011).

 

Das Wappen der Gemeinde Wefensleben symbolisiert mit seinen Farben sowohl das Erzbistum Magdeburg; der Taubenturm steht für den Ortsteil Belsdorf und die Landwirtschaft allgemein; Schlägel und Eisen für den früheren Bergbau.

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Im Jahre 1133 wird der Ort erstmals im Güterverzeichnis des „St. Ludgeri"-Klosters Helmstedt urkundlich erwähnt.

 

Seit Mitte des 18. Jh. ist der Ort kein reines Bauerndorf mehr, die in der Gemarkung vorhandenen Bodenschätze beeinflussten die Entwicklung. Seitdem wurde der gelbe Sandstein abgebaut. Dieses Baumaterial wurde für bedeutende Sakral- und Profanbauten in Mitteldeutschland genutzt. 1741 fand der Steinhauermeister Johann Fricken (1696 – 1747) ein Steinkohlenflöz im Rotsandstein bei Wefensleben. Mit dieser Entdeckung begann der Kohlebergbau.

 

Wefensleben gehört der Verbandsgemeinde Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat. Zu Wefensleben gehört der Ortsteil Belsdorf sowie der Wohnplatz Zechenhaus.

 

Bürgermeister der Gemeinde Wefensleben ist Helmut Ebeling.

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Evangelische Kirche

Auf dem „Hünenberg" steht die evangelische Kirche, das älteste erhaltene Bauwerk der Gemeinde. Die ältesten Gebäudeteile sind aus dem 12./13. Jh. Der Westquerturm stammt aus dieser Zeit. Die Schallöffnungen entstanden bei einer späteren Turmerhöhung. Das Schiff ist ein Neubau von 1735. Der Kanzelaltar, die Holztonnendecke und die Empore sind original erhalten.

 

Zechenhaus

Das Zechenhaus ist in seiner Anlage und Bauweise einem bördetypischen Vierseithof in Sandstein und Fachwerkausführung ähnlich. An der Aller gab es eine Wassermühle. Das Wohnhaus und die Nebengebäude aus dem 18. und 19. Jh. sind noch erhalten. Im Trenkmanns Busch sind heute noch die drei Steinbrüche zu erkennen, aus denen zwischen 1750 und 1900 Sandstein gefördert wurde.

 

Unter dem Allertal befinden sich mächtige Kali- und Steinsalzlagerstätten in 300 – 800 m Tiefe. Blütezeit des Kali- und Salzabbaus war von 1912 bis 1924. Es erfolgte der Bau einer Fabrik zur Salzweiterverarbeitung, der Bau von zwei Siedlungen, Kolonie I für Beamte und Angestellte und Kolonie II als Arbeitersiedlung. Neben diesen Bodenschätzen finden wir in der Gemarkung hochwertigen Ton, der ab 1978 zur Ziegelproduktion genutzt wurde. Nach der Wende wurde dieses Werk Teil der „Wienerberger Ziegelindustrie" und zu einem modernen Betrieb ausgebaut.

 

Ein bemerkenswertes Flächennaturdenkmal stellt der ehemalige Kalksteinbruch östlich der oberen Allerbrücke dar. Hier findet man Aufschluss von Korallensedimenten (Oolith), der wegen seiner Einzigartigkeit in ganz Ostdeutschland wissenschaftlich wertvoll ist. Die zum Teil bewaldeten Halden und Gruben sind mit Laubmischwald und einer sehr artenreichen Flora bewachsen. Der Zechenbach bildet ein naturnahes Fließgewässer mit Auenwaldbereichen. Auf den Streuobstwiesen findet man Massenvorkommen der Wiesenschlüsselblume.Ein besonderes Flächennaturdenkmal ist die „Allerstörung", eine Bruchlinie aus der Trias mit Vorkommen des Adonisröschens (im Halbtrockenrasen).

Heinrich-Heine-Str. 8
39365 Wefensleben

Telefon (039409) 9160 (über VerbGem Obere Aller)
Telefax (039409) 398 (über VerbGem Obere Aller)

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.gemeinde-wefensleben.de