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Ummendorf

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Ummendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat. Zu Ummendorf gehört der 3 km nordöstlich liegende Ortsteil Neu Ummendorf.

 

Das Wappen der Gemeinde Ummendorf wurde auf der Grundlage des ältesten bekannten Wappens einer Familie derer von Ummendorf aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entworfen. Es zeigt ein gespaltenes Schild auf deren linker Hälfte ein silberner Schwan auf blauem Grund mit rotem Schnabel und roten Schwimmfüßen zu sehen ist. Die rechte Seite des Schildes ist siebenmal geteilt von Silber über Blau. In den blauen Balken befindet sich je eine Reihe gestürzter Eisenhutpfahlfehs. Das Wappen wurde am 10. August 1995 vom Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt. Die Gemeindefarben sind Weiß – Blau.

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Der Ort liegt am Oberlauf der Aller, die aus mehreren Quellen in Eggenstedt, Gehringsdorf, bei Seehausen und Siegersleben gebildet wird. Die Höhen westlich des Ortes stellen eine Verbindung von den Ausläufern des Lappwaldes bei Marienborn und Sommerschenburg zum Hohen Holz bei Gehringsdorf und Eggenstedt her. Zur Ortsumgebung gehören zwei Feucht-gebiete: Im Nordosten das Seelsche Bruch und im Südosten die Allerhorst, die bis hinter Wormsdorf zur Ummendorfer Gemarkung zählt. Die Verkehrsanbindung erfolgt über die B245 und L40. In der Nähe gibt es einen Anschluss zur BAB A2. Die Bahnlinie Magdeburg-Hannover ist über den Nachbarort Eilsleben zu erreichen.

 

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Ummendorf hat vieles vom typischen Erscheinungsbild eines Dorfes in der Magdeburger Börde bewahrt. Drei- und Vierseithöfe aus dem 18.-19. Jh. mit eindrucksvollen Torbögen aus Sandsteinquadern prägen den Ortskern um Kirche und Burg. Ein Gründungsdatum des Ortes gibt es nicht! Wie jedes normale Dorf ist Ummendorf im Frühmittelalter auf einem vorher schon besiedelten Areal entstanden und irgendwann hat sich der Ortsname eingebürgert. Das Datum 11.1.1145, das Anlass zur 850 Jahrfeier 1995 gegeben hat, ist nur das Datum, an dem die Urkunde ausgefertigt wurde, in welcher der Ortsname erstmalig Erwähnung gefunden hat. In unserem Falle handelt es sich um eine Urkunde, die in Rom ausgestellt wurde und in der Papst Lucius II die Besitzungen des Klosters Berge bei Magdeburg, unter anderem in "Vmmenthorp", bestätigt. (Diese Urkunde bedeutet für fünf Orte im Bördekreis die "Ersterwähnung").

 

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Im Jahr 1145 taucht Ummendorf erstmals in einer Besitzurkunde auf. Hierin wurden die Besitzungen des Klosters Berge (nahe Magdeburg) in Ummendorf von Papst Lucius II. bestätigt.

 

Bürgermeister der Gemeinde Ummendorf ist Reinhard Falke. Bürgermeister Reinhard Falke

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Burg Ummendorf

Auch für die Burg existiert kein Gründungsdatum. (Die von Dr. Hansen aufgestellte Theorie, es wäre im Jahr 1178 gewesen, ist nicht nachweisbar). Urkundlich erwähnt wird die Burg Ummendorf erst in der sog. Landfriedensurkunde des Erzbischofs Dietrich im Jahre 1363. Der älteste derzeit bekannte Überrest ist der Burgturm, der nach Details der Bauausführung zu urteilen in der 2. Hälfte des 12. Jh., also in romanischer Zeit erbaut worden ist. Ein Geschlecht derer von Ummendorf ist zwar bekannt, hatte aber um diese Zeit schon nicht mehr seine Besitzungen in Ummendorf. Mitglieder der Familie werden in Urkunden genannt, die sich nicht auf Ummendorf, sondern andere Orte beziehen. Das heutige Ortswappen ist aus dem Familienwappen derer von Ummendorf entwickelt. Spätestens im 13. Jh. wurde die Burg zum Besitz des Magdeburger Erzbischofs. Damit ist sie landesherrliche Burg, die von adeligen Vasallen des Erzbischofs als Lehen verwaltet wird. Als Verteidigungsanlage verstärkt wird die Burg im Spätmittelalter an der Wende vom 14. zum 15. Jh. Die erste Aufstockung des Burgturmes und die Reste der äußeren Wehrmauer mit Rundtürmen sind aus dieser Zeit noch erhalten. Im Verlauf des 16. Jh. erfolgten Umbauten, die einen schlossartigen Charakter der Anlage im Renaissancestil zum Ziel hatten. Ablesen lassen sich diese Vorgänge an Inschrifttafeln (am Haupttor, am Kornhaus und im oberen Turmzimmer), und an Hand einer Abbildung des Ortes, die aus der Mitte des 17. Jh. stammt. Als im Jahre 1667 der Burgherr Andreas II von Meyendorff ohne Nachkommen verstarb, wurde dieser Umstand zum Anlass genommen, das Amt Ummendorf in eine Domäne umzuwandeln. Von da ab bis 1912 verwalteten Nichtadelige, bürgerliche Pächter die Burg mit ihren Ländereien und die zum Amt Ummendorf gehörenden Orte Ummendorf, Eilsleben und Ovelgünne. Immer wieder wurden Um- und Neubauten ausgeführt, die zum heutigen Erscheinungsbild der Burganlage beigetragen haben. Von der äußeren Wehrmauer mit Eckbastionen der spätmittelalterlichen Burganlage ist einiges erhalten, an der Südwestecke steht auf den Fundamenten des Eckturms ein „Lusthaus", das sich der Amtmann Ursinus am Ende des 18. Jh. erbauen ließ. 1999 / 2000 teilrestauriert dient der Pavillon als zentraler Informationspunkt zum Kräutergarten, der sich in den Außenanlagen der Burg beendet und über 400 verschiedenen Nutzpflanzen enthält. Die Gebäude westlich der Burg gehörten ursprünglich zum Wirtschaftshof der Burg und späteren Domäne. Die Burg Ummendorf wurde 1919 durch die Gemeinde erworben und beherbergt heute unter anderem die Grundschule und das durch den Landkreis Börde getragene Börde-Museum, das Regionalmuseum für die Magdeburger Börde. Die gesamte Burganlage wird somit durch öffentliche Einrichtungen genutzt.

 

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Im Kern wohl auf das 13.Jh. zurückgehend, ist im Turm, der Nordwand und im Ostgiebel Mauerwerk aus gotischer Zeit erhalten. Ansonsten wird das heutige Kirchenschiff durch die Baumaßnahmen des Burgherrn Andreas I. von Meyendorff im 16. Jh. und unter dem Amtmann Johann Christoph Pflüger an der Wende vom 17. zum 18. Jh. geprägt. Dabei wurde der Turm im Jahr 1713 mit einer „welschen Haube mit Laterne" versehen. Innen sind an der Ost- und Südwand Epitaphen der von Meyendorffs aus dem 16.Jh. eingelassen. Das Auferstehungsbild im Renaissanceaufsatz des Altars aus der Zeit um 1580 dürfte dem Werk des Braunschweiger Hofmalers Adam Ofinger zuzuordnen sein. Die Kanzel, vom Amtmann Pflüger gestiftet, zeigt Moses und die vier Evangelisten. An der Emporenbrüstung beenden sich barocke Gemälde mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament und ein großes romanisches Taufbecken. Außen ist in der Nordwand der Kirche das Epitaph des Pfarrers Wolfgang Kropf eingemauert, des ersten evangelischen Geistlichen des Ortes in der Mitte des 16. Jh. Ummendorfs Kirche hat aber nicht nur einen historischen Grund und architektonische Bedeutung, sie ist auch die größte Institution des Dorfes. 440 Gemeindemitglieder gestalten aktiv das Leben im Ort. Das Kirchengebäude kann nach Absprache besichtigt werden und ist an Fest- und Feiertagen ohnehin geöffnet. Unter der Leitung von Erika Müller gibt es eine Reihe ehrenamtlicher Kirchenführer, die dann Kirchendienst versehen oder Besuchergruppen als Ansprechpartner zur Seite stehen.

 

Heinemanns Hof – Stätte der Kultur, der Bildung und Begegnung

Heinemanns Hof liegt im Zentrum Ummendorfs. Durch den alten Bauerngarten mit grüner Laube und großem Fachwerkhaus von 1794 bietet der Vierseithof eine bemerkenswerte Anlage und bildet nicht nur optisch, sondern mit Schule in der Burg, Museum und Kirche auch funktionell ein Ensemble. Das Schild am Eingang zum Hof lässt erkennen, dass es sich um ein denkmalgeschütztes Anwesen handelt. Seinen Namen hat der Hof von der letzten Besitzerin Ottilie Heinemann. Frl. Heinemann hatte keine Nachkommen. Die von ihr eingesetzten Erben übertrugen das Grundstück Wormsdorfer Str. 1 an die Gemeinde Ummendorf. Es handelt sich bei diesem Anwesen um einen kleinen typischen Vierseithof, wie sie charakteristisch waren in den Haufendörfern der Magdeburger Börde seit dem späten 18. und dem beginnenden 19. Jh. In mehreren Sanierungsabschnitten sollte er in seiner ursprünglichen Form als unverfälschter, originalgetreuer Bauerhof im Zustand der Jahrhundertwende erhalten werden. Heute hat sich „Heinemanns Hof" durch den Ausbau zu einem kulturellen Kristallisationspunkt entwickelt und kann nicht nur der Öffentlichkeit als lebendiger Museumshof gezeigt werden, sondern ist Bildungsstätte für Schüler, Heimstatt einiger Vereine und ein geeigneter Ort für öffentliche und private Veranstaltungen verschiedenster Natur. Insgesamt gesehen, ist den Ummendorfern mit der Aktivierung des Grundstücks „Heinemanns Hof" ein Projekt gelungen, das seinesgleichen sucht. Ganz besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in vielfältiger Form hat die Jury der Bundes- und Europawettbewerbskommission beeindruckt und war ganz sicher auch ein Meilenstein zur Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" und zum Sieg im Europawettbewerb „Aufbruch zur Einzigartigkeit".

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Vereinsleben in Ummendorf

Das kulturelle Leben in Ummendorf hat sich beispielhaft entwickelt. 29 Vereine gibt es im Dorf. Ca. 1000 Einwohner zwischen 6 und 90 Jahren wirken in ihnen mit. Großveranstaltungen mit tausenden Besuchern widerspiegeln den Zusammenhalt der Vereine. Hier finden so wichtige Interessengruppen wie der Theaterverein e.V., Trachten- und Brauchtumsverein, Ummendorfer Sportverein e.V., das Ummendorfer Bürgerforum e.V. wie auch der Kirchenchor und Feuerwehr und viele weiter Vereine im sportlichen wie auch kulturellen Bereich ihre Plattform.

 

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Ökoteich, Streuobstgelände und Friedhof

Zwischen der Aller und der Straße nach Wormsdorf grenzen mit dem vor 10 Jahren neu angelegten Ökoteich, der Streuobstwiese, dem Kleingartengelände und dem Friedhof Flächen aneinander, durch die viele Pflanzen- und Tierarten in Ummendorf einen naturnahen Lebensraum vorfinden. Der Bereich ist daher bei Spaziergängern äußerst beliebt.

 

In Ummendorf leben 969 und im Ortsteil Neu Ummendorf 35 Einwohner (Stand 08/2013)

 

 

Telefon (039409) 9160 (über VerbGem Obere Aller)
Telefax (039409) 398 (über VerbGem Obere Aller)

Homepage: www.ummendorf-boerde.de


Aktuelle Meldungen

Kostenfreie Homepage-Erstellung für Ummendorfer Einrichtungen

(20.03.2015)

Werden Sie Projektpartner!

 

Das in Kooperation mit dem Förderverein für regionale Entwicklung e.V. aus Potsdam ins Leben gerufene Förderprogramm „Ummendorf vernetzt“ stellt allen öffentlichen und sozialen Einrichtungen, Vereinen, Feuerwehren und Unternehmern der Gemeinde in den kommenden Monaten exklusiv zehn Förderplätze zur Webseitenentwicklung zur Verfügung.

 

Das neue Förderprogramm ermöglicht die Neuerstellung einer Internetseite oder die Überarbeitung einer bereits bestehenden Homepage. So wird unkompliziert und ressourcensparend den Ummendorfer Einrichtungen die Möglichkeit geboten, sich über das Kooperationsprojekt einen modernen Internetauftritt erstellen zu lassen. Mit einem einfach zu bedienenden Verwaltungsprogramm bleibt die Webseite danach immer auf dem aktuellsten Stand.

 

Dank der Projektförderung ist die Erstellung der neuen Internetseite für alle Teilnehmer aus der Gemeinde Ummendorf kostenfrei. Lediglich die Hostinggebühren für den Speicherplatz müssen übernommen werden.

 

Mehr Informationen über das Webseiten-Förderprogramm gibt es hier oder direkt über die Internetseite des Fördervereins für regionale Entwicklung e.V.

 

[Interessenbekundung]

[Azubi-Projekte]

Foto zu Meldung: Kostenfreie Homepage-Erstellung für Ummendorfer Einrichtungen

Flurbereinigungsverfahren Ummendorf-Feldlage (BK 0037)

(16.04.2014)

Im Download-Bereich finden Sie Informationen zur Erläuterung des Flurbereinigungsverfahrens in Ummendorf-Feldlage.

[Download]

Der Traum vom Eigenheim wird wahr - TOP-Baugrundstücke im Wohngebiet "Kruggarten" - 28 €/m²

(21.03.2013)

Ab sofort finden Bauwillige im Menüpunkt Wohngebiet „Kruggarten" Hinweise auf gemeindliche Bauplätze, Größe, Lage und Ansprechpartner.

[Download]

Foto zu Meldung: Der Traum vom Eigenheim wird wahr - TOP-Baugrundstücke im Wohngebiet "Kruggarten" - 28 €/m²