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Gemeinde Harbke

Die Gemeinde Harbke befindet sich am südlichen Ausläufer des Lappwaldes und ist durch die B245a zu erreichen. Der Name des Ortes bedeutet „Siedlung am Waldbach". In der Gemeinde Harbke leben 1.691 Einwohner (Stand 12/2011). Das Gemeindegebiet umfasst ca. 18,92 km².

Die Gemeinde Harbke liegt unmittelbar an der Landesgrenze zu Niedersachsen. Sie ist im Ost-Lappwald wenige Kilometer südlich der niedersächsischen Kreisstadt Helmstedt gelegen. Die Stadt Oschersleben liegt etwa 20 km südöstlich. Zu Harbke gehört der ausgewiesene Ortsteil Harbke-Autobahn.

 

Der Ast im Wappen symbolisiert die Vielzahl fremder Baumarten im Park sowie den Waldbesitz derer von Veltheim, die Blätter ihre Gerichtsbarkeit. Balken und Zwillingsstreifen stammen aus ihrem Wappen und versinnbildlichen ihre Belehnung mit dem Gut. Die Ähren stehen für die Landwirtschaft und die Bodenfruchtbarkeit. Schlägel und Eisen für den einstigen Bergbau. Die Farben der Gemeinde sind Rot - Silber (Weiß).

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Harbke wurde im Jahre 1040 erstmals urkundlich als „Hertbike" erwähnt. Großsteingräber und Funde von Steinwerkzeugen belegen eine Besiedlung aus dem 3. und 4. Jahrtausend v. Chr. Die Gräber am „Blauen Berg" sind archäologische Besonderheiten aus der Bronzezeit.

 

Harbke war bis 1990 Standort des Kraftwerks Harbke.

 

Bürgermeister der Gemeinde Harbke ist Werner Müller.

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Eine mit zwei Gräben umgebene Wasserburg ging 1308 in den Besitz der Familie von Veltheim über, die auch später die Besitzer der Harbker Ländereien wurden und bis 1945 bewirtschafteten. Während dieser Zeit wurde das Dorfgeschehen hauptsächlich durch die Familie von Veltheim geprägt.

 

In den vergangenen 20 Jahren hat sich Harbke zu einer touristisch interessanten Gemeinde entwickelt. Restaurierungsarbeiten an der Schlossruine, der evangelischen Kirche mit der Fritzsche-Treutmann Orgel, dem Schlosspark sowie die Renaturierung des Tagebaurestlochs und der Aschehalde des ehemaligen Kraftwerks trugen dazu bei. Sie laden zum verweilen ein und vermitteln bleibende Erinnerungen.

 

Schloss

In mehreren Bauphasen wurde die Burg 1572-1578 zum Renaissance–Schloss mit großem Wirtschaftsteil umgebaut. Im Jahre 1731 wurden die Wirtschaftsgebäude des Schlosses durch einen Brand zerstört. Der Braunschweiger Landbaumeister Martin Peltier de Belfond baute das Schloss 1751-1759 um und aus. Die allseitig geschlossene Anlage ist heute nur noch als Ruine zu sehen.

 

Landschaftspark

Friedrich August von Veltheim, nach einer Hollandreise beeindruckt von der dortigen Gartenkunst, beauftragte 1740 den holländischen Kunstgärtner Viel mit der Planung eines Barockgartens. Der vor dem Schloss vorhandene Sumpf wurde trockengelegt. Das Wasser des Sumpfes wurde durch Röhren in den zu vertiefenden Mühlengraben geleitet. Die damals gebaute Sicherungsmauer des Teiches wurde 2008 restauriert. Erste Pläne zur Umgestaltung des Barockgartens in einen Landschaftsgarten sind 1760 aktenkundlich. Für Friedrich August von Veltheim sind zur Umsetzung der neuen Gartenideen der Gärtner D.A. Schwarzkopf und der Mediziner und Botaniker J.P. du Roi bedeutende Personen.

 

Ein wichtiges Zeugnis der Harbker Anlagen ist das Buch von J.P. du Roi „Die Harbkesche wilde Baumzucht" das er in seiner Harbker Zeit 1765 – 1771 verfasste. Danach gewann Harbke als überregionaler Pflanzenlieferant an Bedeutung. Bis in die heutige Zeit erhalten ist die barocke Nischenwand: die „chinesische Mauer" mit der Sandsteinfigur (Pomona). Die denkmalgeschützte Parkanlage ist im Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt eingebunden und beeindruckt mit markanten und interessanten Bäumen, beispielsweise dem vermutlich ältesten Gingko Deutschlands, die Zwitterbuche – sogenannte „Goethebuche" – oder einem über 250jährigen Tulpenbaum. Der einladende Landschaftspark liegt südlich der Ausläufer des Naturparks Elm-Lappwald.

 

Orangerie

Die in den Jahren 1830/31 im neogotischen Stil gebaute Orangerie ist heute ein beliebtes Ausflugs-Café und Standesamt. Gleichzeitig dient sie als Kulisse für Konzerte und andere Veranstaltungen. Die Orangerie wurde an Stelle des alten Gewächshauses in Form eines Kreuzes errichtet und auf dem Dach mit vier gotischen Tulpen aus Sandstein verziert. Der frühere Blumengarten wird durch ein Teppichbeet und Rasenflächen angedeutet. Von der Orangerie führt ein geschwungener Weg zum ehemaligen Hirschtor in den Lustwald.

 

Evangelische Schlosskirche „St. Levin"

Die Schlosskirche „St. Levin" wurde 1572 als Saalkirche erbaut und erhielt 1719 an der Westseite einen Turmanbau. Im Turm der Kirche befindet sich die orgelhistorisch wertvolle Fritzsche-Treutmann Orgel von 1622/1728. Umfassende Sanierungsarbeiten an Kirche und Orgel wurden ab 1993 bis 2008 durchgeführt. An der parkseitigen Kirchenfassade befindet sich eine hölzerne Sonnenuhr aus dem Jahre 1640.

 

Lappwaldsee

Eindrucksvoll sind die Ausmaße des entstehenden Lappwaldsees. Der einstige Wulfersdorfer Braunkohlen-Tagebau zwischen Helmstedt und Harbke wird seit 2004 geflutet und soll mit Hilfe der Einleitung von Fremdgewässern in den 2030er Jahren komplett gefüllt sein. Durch ein länderübergreifendes Konzept soll das Areal als Naherholungs- und Tourismusregion ausgebaut werden. Mitten durch den Tagebau verlief einst die innerdeutsche Grenze. Mit einer Fläche von 408 Hektar wird der Lappwaldsee fast so groß wie der Arendsee (512 Hektar) sein.

 

Halberstädter Str. 16
39365 Harbke

Telefon (039406) 203
Telefax (039409) 398

Homepage: www.gemeinde-harbke.de


Veranstaltungen

17.12.2016
17:00 Uhr
 
25.12.2016
20:30 Uhr
 
15.01.2017
10:00 Uhr
Braunkohlwanderung
Treffpunkt: Kulturhaus "Neue Heimat"
 
28.01.2017
16:11 Uhr
 
11.02.2017
20:11 Uhr
 
18.02.2017
20:11 Uhr
 
19.02.2017
16:11 Uhr
 
25.02.2017
20:11 Uhr
 
26.02.2017
14:11 Uhr