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Pottburger auf Wanderschaft

Sommerschenburg, den 08.02.2017

Die Freiwillige Feuerwehr Sommerschenburg läutet mit ihrer Braunkohlwanderung traditionell das neue Jahr ein.

 

Das Wetter meint es gut mit den Mitstreitern am Wandertag: Die Sonne scheint am strahlend blauen Himmel, es ist knackig kalt und Schnee bedeckt den Boden. Wehrleiter und Streckenführer Steffen Meisterknecht nimmt die Wanderfreunde am Feuerwehrgerätehaus in Empfang. Die von den Kameraden der Sommerschenburger Wehr ansprechend ausgewählte Route ist allen Wanderern vorher bekanntgegeben worden, so dass pünktlich um 9.30 Uhr das Zeichen zum Abmarsch erfolgen kann. Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist, nutzt eine durchaus willkommene fahrbare Gelegenheit: Manfred Gerschewski hat seinen Traktor mit Kutsche bereitgestellt. Gut drei Stunden wird die Gesellschaft unterwegs sein. Die Gruppe verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen: Nach den Tagen des üppigen Essens zu den Feiertagen bietet der Ausflug eine willkommene Gelegenheit, überflüssige Pfunde purzeln zu lassen.

Der Weg führt von Sommerschenburg über die Magdeburger Siedlung in Richtung Birnenallee zum Eickenstädter Gedenkstein. Über die Vitriolhütte entlang am Eichenkranz trabt die Gruppe zum Schwarzen Weg (im Kuhgrund). Dort legen die Wanderer eine Rast ein und werden mit Glühwein, Käse- und Schmalzschnittchen und kleinen „Wärmfläschchen“ verwöhnt. Angenehm aufgewärmt und gestärkt nehmen die Wanderer den Rückweg unter Schusters Rappen, passieren dabei die Matrazenfabrik, bewegen sich durch die Badeanstalt wieder zum Ausgangsort zurück. Dort treffen sie gegen 12.30 Uhr ein.

Leckerer Schmaus wartet

Frische Luft und körperliche Betätigung schaffen Hungergefühle. Schon von weitem macht sich der Duft eines zu erwartenden leckeren Schmauses breit und sorgt für großen Appetit bei den Wanderern. Regina Hauser und Britta Herse verpflegen die Wanderer mit Grünkohl. Wer kein Freund des typisches Wintergemüses ist, verwöhnt seinen Gaumen mit Schnitzel, Mischgemüse und Klump. Steffen Meisterknecht dankt allen Beteiligten mit dem Spruch „Gut Schlauch“ und lässt durchaus zu Recht noch ein „Gut Koch“ folgen – als ein Hoch auf die meisterhafte Kochkunst der beiden Damen. „Ihnen und auch den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gilt unser herzlichster Dank. Wir alle gemeinsam haben einen angenehmen und unterhaltsamen Tag verbracht“, stellt Beate Gerschewski im Namen aller Teilnehmer zufrieden fest.

Die Braunkohlwanderung in Sommerschenburg hat eine langjährige Tradition. „Erstmals in den frühen 90-er Jahren sind wir zu einer derartigen Wanderung aufgebrochen“, erinnert sich Beate Gerschwski. Immer mit zahlreicher Beteiligung und ohne Altersbegrenzung. In diesem Jahr war der jüngste Teilnehmer zehn Jahre, der älteste brachte es auf stolze 79 Jahre. Alle haben die Braunkohlwanderung sehr genossen und sind unbeschadet über die acht Kilometer gekommen.

„Wir sind uns einig: Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Wanderung geben“, verraten die Veranstalter ihre Pläne für 2018.

 

Foto: Zu einer etwa dreistündigen Braunkohlwanderung hatte die Freiwillige Feuerwehr Sommerschenburg junge und alte Wanderfreunde eingeladen. Am Ende der Tour wartete ein leckerer Schmaus auf die Teilnehmer. Foto: Manfred Gerschewski

 

Text: Detlef Eicke - Volksstimme