BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild

Auf dem Völpker Sket-Gelände hat es wieder gebrannt


Bild zur Meldung: Rauch über dem ehemaligen Verwaltungsgebäude auf dem Sketgelände. Der Brand hatte sich schon bis zum Dach durchgefressen. Feuerwehr



Zum wiederholten Mal hat es auf dem ehemaligen Sket-Gelände im Völpker Ortsteil Badeleben gebrannt. Für die Feuerwehr war es ein komplizierter Löscheinsatz, und die Brandserie im Raum Völpke hat offenbar noch kein Ende gefunden.

 

Ein Vierteljahr war Ruhe. Keine Gartenlauben, Mülltonnen oder Stoppelfelder mehr, die in scheinbar spontaner Selbstentzündung in Flammen aufgingen und den Völpker Feuerwehrleuten den Schlaf oder auch Arbeitszeit raubten. Über Frühling und Sommer war die Feuerwehr an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit angelangt, als jeweils zwei Brandserien im April/Mai sowie nochmals heftig im August für Aufruhr sorgten.

Zum Herbst hin war es damit dann plötzlich vorbei. Hier und da eine Ölspurbeseitigung oder technische Hilfeleistung, aber keine Löscheinsätze mehr für die Feuerwehr Völpke/Badeleben. Bis vergangene Woche. Zum zweiten Mal in diesem Jahr brannte es auf dem brachliegenden ehemaligen Sketgelände bei Badeleben. Für 2022 steht die Völpker Feuerwehr damit bei gut 20 Brandeinsätzen. „Diese vergleichsweise hohe Zahl ist mehr als ungewöhnlich“, meint Ortswehrleiter Fabian Heidtmann.

 
Feuerschein gemeldet

Zum jüngsten Feueralarm führt er aus: „In der Nacht zum 7. Dezember wurde der Leitstelle in Haldensleben ein Feuerschein auf dem ehemaligen Sket-Gelände gemeldet. Die Lage an der Einsatzstelle gestaltete sich für uns anfangs etwas kompliziert, weil auf dem von Büschen und Bäumen zugewachsenem Gelände zwar viel Rauch, aber zunächst einmal kein Feuer zu erkennen war.“

 

Der so genannte Innenangriff durch die Atemschutzgeräteträger wurde abgebrochen. Gelöscht wurde letztlich mittels Schaumflutung von außen.

Eine genauere Lageerkundung war erforderlich. Als Brandherd kamen mehrere leerstehende Objekte auf dem Areal infrage. Als die Rauchentwicklung immer mehr zunahm, konnte der Brand schließlich im alten Verwaltungsgebäude lokalisiert werden. „In dem stark verrauchten Gebäude hatte sich das Feuer bereits bis in den Dachbereich ausgebreitet“, berichtet Heidtmann – und die Umstände blieben eine schwierige Herausforderung: „Für die Brandbekämpfung im Innenangriff wurden insgesamt fünf Trupps unter schwerem Atemschutz mit mehreren C-Rohren eingesetzt. Um das Feuer im Dachbereich zu erreichen, mussten zusätzlich zu den Bodenluken einige Öffnungen in der Decke geschaffen werden, wobei auffiel, dass der Flachboden durch mehrere Wände getrennt und somit nicht an alle betroffenen Bereiche heranzukommen war. Um diese Stellen zu erreichen, sollte über die Drehleiter der Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf mittels Rettungssäge eine Öffnung im Dach geschaffen werden. Hierbei wurde festgestellt, dass es sich bei dem mit Teerpappe überzogenem Dach um Betonplatten handelt. Daher entschieden wir, die Trupps aus dem Innenangriff abzuziehen und den Dachboden über zwei Öffnungen in der Giebelseite mit Schaum zu fluten, was dann auch zum Löscherfolg führte.“

 

Text: Ronny Schoof - Volksstimme