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Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf opfert viel Freizeit fürs neue Domizil


Bild zur Meldung: Sämtliche Malerarbeiten wurden von den Feuerwehrmitgliedern übernommen. Mit ihren Eigenleistungen halfen sie, die Kosten für den Neubau zu mildern. Feuerwehr



Sie buffen, was das Zeug hält, um ihre neue Heimstatt schmuck zu bekommen und sie noch in diesem Jahr in Nutzung nehmen zu können. Seit Wochen schon sind die Mitglieder der Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf dafür unentwegt im Einsatz.

 

Das neue Vorzeigeobjekt der Gemeindewehr Obere Aller hat Form und Farbe angenommen; auch der Außenbereich sieht immer weniger nach Baustelle aus; die großen Aufträge sind abgehakt. Kurzum, die künftige Dienststelle der Freiwilligen Feuerwehr Eilsleben/Ummendorf, gelegen an der Verbindungsstraße zwischen beiden Orten, ist so gut wie bezugsbereit.

 

Fensterputz mittels Drehleiter. Zwecks Reinigung der Außenflächen konnte man praktischerweise aufs eigene Höhenrettungsfahrzeug zurückgreifen. Feuerwehr

 

„Unser Ziel ist die Inbetriebnahme des neues Gerätehauses Mitte Dezember, auf jeden Fall noch im laufenden Jahr“, hat Gemeindewehrleiter Johannes Erben das „Ende einer langen Reise“ vor Augen. Für dieses Ziel ackern die Mitglieder – Jung wie Alt, Männlein wie Weiblein, Einsatzkräfte wie Ehrenabteilung – nach Kräften. „Sowohl innen als auch außen“, betont Erben das Engagement der künftigen Nutzer und verdeutlicht: „Seit Baubeginn sind bis jetzt über 2100 Stunden von uns in Eigenleistung erbracht worden.“

Zu den selbstübernommenen Aufgaben zählten demnach nicht nur „jegliche Malerarbeiten im Innenbereich vom Trockenbau bis zu den Türen“, sondern auch handfeste Erdarbeiten auf dem Außengelände: „Es wurden gut tausend Tonnen Erdaushub weggefahren, Regen- und Abwasserrohre verlegt, alles dann wieder mit Schotter aufgefüllt und mittels Walze verdichtet. Für die Feuerwehrleute schon fast eine Selbstverständlichkeit, dass sie auch die Grob- und zu guter Letzt die Feinreinigung sämtlicher Flächen inklusive Außenfassade übernommen haben.

 

Gemalert, gebuddelt und gewacht

Das Ganze geschah in den vergangenen Wochen in generalstabsmäßiger Planungs- und Ausführungsmanier. So hatten sich diverse Arbeitstrupps zusammengefunden, die sich auf bestimmte Aufgaben spezialisiert haben. „All das wäre aber nicht ohne die technische Unterstützung vieler ortsansässiger Unternehmen möglich gewesen“, betont Johannes Erben. „Zum Beispiel wurde uns bei den Erdarbeiten mit einem Bagger inklusive Baggerfahrer ausgeholfen.“

Eine der skurrilsten Eigenleistung werde den Helfern noch lange in Erinnerung bleiben. „Das war in den Sommerferien und schon etwas sehr Außergewöhnliches, was die Feuerwehr da auf die Beine gestellt hat“, berichtet Erben. Nämlich einen nächtlichen Wachschutz. Er erklärt: „Bis zum Einbau der Hallentore wurde das Gebäude mittels OSB-Platten geschlossen. Da die Torfirma aber keinen Ausbau von OSB-Platten eingeplant hatte, haben wir immer am Vorabend mit vielen Helfern die geplanten Tore ausgebaut, und damit nichts geklaut wird, haben unsere Jugendfeuerwehrmitglieder dann auf Feldbetten in der Fahrzeughalle übernachtet und aufgepasst. Eine im Nachgang betrachtete sehr lustige Aktion, die man den Leuten aber auch hoch anrechnen muss und die zeigt, wie sehr wir für unser neues Objekt brennen.“

 

Für gewisse Aufgaben in der großen Fahrzeughalle war technische Unterstützung vonnöten. Fotos: Feuerwehr

 

Aktuell sei noch einiges an Staubwischerei angesagt – und natürlich die Umzugsvorbereitung, sprich Möbeltransport und -aufbau. Nebenher wurden auch Dinge wie die Stellplatzmarkierung in ganz praktischer Weise getestet, indem über 30 Autos auf dem künftigen Alarmparkplatz platziert wurden, um herauszufinden, welche Aufstellung die beste wäre.

 

Text: Ronny Schoof - Volksstimme