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Graffiti-Vandalismus im Völpker Ortszentrum


Bild zur Meldung: Ans Pfarrhaus in Völpke wurde ein Hakenkreuz gesprüht. Ähnliche Verunstaltungen hat es übers Wochenende an weiteren Objekten in der Nähe gegeben. Foto: Peter Mücksch



Primitive Schmiererei an mehreren Gebäuden in Völpke hat Empörung im Ort hervorgerufen. Nicht nur wegen Inhalt und Bedeutung der „Verzierungen“, sondern auch, weil der materielle Schaden in die Tausende geht.

 

Ein Hakenkreuz am Pfarrhaus, unflätige Wortfetzen am NP-Markt und rassistischer Schwall in Richtung Post – alles frei Hand im immerselben Ton dahingeschmiert. Wichtig war dem Verursacher offenbar ein jeweils prominenter und heller Untergrund, damit seine graffitiroten Künste auch ja auf Rezeption stoßen. Das tun sie, weil sie großflächig und gut sichtbar ins Dorf prangen, aber Akzeptanz, so der dringende Appell von Pfarrer Peter Mücksch, sollte das Dorf für solche Dummheiten nicht aufbringen.

Beschmiert wurden alle Objekte übers vergangene Wochenende. „Höchstwahrscheinlich nachts am Sonnabend oder Sonntag“, so Mücksch. Er geht davon aus, dass die Vergehen „in einem Zuge und aus einer Sprühdose erfolgt“ sind. Darauf deuten nicht nur Inhalt und Farbe der Verunstaltungen, sondern auch die Standorte hin, die alle in und um die Mittelstraße herum liegen.

 

Pfarrer und Bürgermeister bitten um Hinweise

Das Pfarramt wie auch der NP haben am Montag bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Pfarrer Mücksch dazu: „Wir alle wissen, dass dabei sehr wahrscheinlich nichts herauskommen und kein Täter ermittelt wird, es sei denn, es gibt Mitwisser und jemand verplappert sich. Aber es geht auch darum, dass man diese Dinge nicht einfach so hinnimmt oder sie gar ignoriert.“ Mücksch empfindet das Hakenkreuz an seiner Dienstaußenstelle zwar nicht als persönlichen Angriff, gleichwohl seien es „gewiss gezielte Provokationen, indem öffentliche Objekte dafür benutzt werden.“ Seine Hoffnung: „Es ist in der Ortsmitte passiert, vielleicht hat ja doch jemand etwas bemerkt und kann Hinweise geben. Auf jeden Fall aber sollte im Ort deutlich werden: Wir wollen das nicht!“

Der Pfarrer verweist in diesem Zusammenhang auch auf die „erhebliche Sachbeschädigung“, die über einen dummen Lausbubenstreich hinausgehe, ferner mit einem „immensen Aufwand“ und damit auch unnötigen Kosten verbunden sei. Was die Entfernung des Hakenkreuzes neben der Pfarrhaustür anbelangt, „müssen wir jetzt schauen, ob überstreichen reicht oder der Putz gar gänzlich herausgebrochen werden muss.“

 

Sachbeschädigung in Häufe

Auch Bürgermeister Kai Bögelsack verurteilt den Vandalismus und merkt an, dass man in der Gemeinde „leider öfter damit konfrontiert“ sei. Er zähle „da auch die regelmäßig zerstörten Sitzbänke und zerschlagenen Scheiben der Bushaltestellen mit rein.“ Dadurch hätten sich in den vergangen zwei, drei Jahren Schäden in Höhe von etwa 20 000 Euro für die Gemeinde aufgehäuft. Bögelsack bittet ebenfalls darum, Hinweise auf die Täterschaft einzureichen: „Es wäre schön, wenn Bereitschaft dazu vorhanden wäre, damit man vielleicht über Sozialstunden oder einen ähnlichen Weg das Gewissen der Missetäter anregt.“ Generell würde der Bürgermeister ihnen aber gern „nicht so viel öffentliche Aufmerksamkeit“ zukommen lassen, „um ihnen eben keine Plattform für ihre Delikte zu bieten.“

 

Die Polizei nimmt Hinweise unter der Rufnummer 03904/4780 entgegen.

 

Text: Ronny Schoof - Volksstimme