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Harbke startet donnernd und guter Hoffnung in den Karneval


Bild zur Meldung: Dreifach gedonnert und damit traditionell und buntheiter die fünfte Jahreszeit eröffnet: "Harbke, Helau!" mit den HCV-Mitgliedern, Schulkindern und Einwohnern.



Elfter Elfter, elf Uhr elf: In Harbke donnert es kurz, dann regnet es Konfetti zwischen Rat- und Kulturhaus; aus den Lautsprechern dröhnt ein fröhliches „Helau!“ – und die fünfte Jahreszeit ist offiziell durch den Harbker Carneval Verein (HCV) eröffnet.

 

War der tollitäre Auftakt an der Wirbke im Vorjahr noch von reichlich Skepsis und Vorsicht geprägt, ob der Karneval überhaupt schon wieder in bewährter Weise mit Party, Prunk und Prinzenpaar zelebriert werden könne – was sich angesichts des Corona-Winters bald darauf auch als berechtigte Zweifel herausstellte –, haben die HCV-Narren um Frank Koch am Freitag nun einen deutlich optimistischeren Start hingelegt. Im Grund ganz wie in „alten“ Zeiten, mit dem Unterschied, dass man abermals nicht direkt vor dem Rathaus die Regentschaft über die Gemeinde übernahm.

Das lag in der Baumaßnahme an der Straße „Ring“ begründet. Zwischen Radlader und Absperrbaken wollten die Blau-Gelben ihre Zeremonie dann doch nicht abhalten und ließen dem Trubel stattdessen einen Steinwurf weiter, auf dem Grün am Mühlengraben freien Lauf. Unbeschwert war dabei sichtlich ein Leitmotiv, das man sich lange erhofft hatte. Obernarr Frank Koch drückte es sinngemäß so aus: „Vor zwei Jahren ging gar nichts, letztes Jahr mussten wir noch auf Abstand gehen, unsere Festsaison dann aber leider wieder streichen, und nun sind wir frohen Mutes, dass wir endlich Karneval feiern können, wie es sich gehört.“

 

Süße statt feuchte Küsschen

Drei laute Rufe nach dem Bürgermeister im Rathaus später betrat auch Ortsoberhaupt Werner Müller den Schauplatz, um dem HCV brav den Gemeindeschlüssel auszuhändigen. Auch er merkte an: „Schön, dass wir keine Einschränkungen mehr haben, und ich bin zuversichtlich, dass es so bleibt, wenn eure Saalfeiern anstehen.“ Schmunzelnd fügte der Müller an: „Denkt dran, wir müssen zusehen, dass wie die Energiekosten für den Saal und die Fertigstellung der Straße bezahlen können! Lasst also noch ein bisschen übrig in der Kasse!“ Zum Dank für den Bürgermeister gab es die obligatorischen elf Küsschen – erneut nicht auf die Wange, sondern im Säckchen aus dem Hause Ferrero.

 

Die närrische Regentschaft wurde alsdann an das Prinzenpaar Diana I. und Kai I. (Diana Schröder und Kai Herzberg) übertragen. Beide hatten die Aufgabe bereits in der prunksitzungsfreien vorigen Saison inne. Läuft alles nach Plan, haben sie Ende Januar beim Gastspiel in Wackersleben ihren ersten „offiziellen“ Bühnenauftritt in majestätischer Funktion. In liebgewonnener Tradition hat der HCV zudem ein Kinderprinzenpaar gekürt: Martha I. und Maximilian I., die beim Kinderkarneval am 12. Februar das Zepter schwingen sollen.

 

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme