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Sommersdorfs Methusalem-Chor endlich auf Jubiläumskurs


Bild zur Meldung: Der Männerchor bei seiner "Treppenprobe" vor zwei Jahren während der schweren Zeit der Beschränkungen. Foto: Heino Bögelsack



Mehrere vergebliche Anläufe liegen hinter den sangesfreudigen Sommersdorfer „Glückauf“-Männern. Nun ist die Vorfreude auf das stolze Chorjubiläum groß, wenngleich die Feierlichkeit nicht vollends nach Wunsch verlaufen kann.

 

Es geht um die 175-Jahr-Feier als ausdrucksvolles Zeichen des Sommersdorfer Männergesangvereins „Glückauf“ für sich selbst und sein Publikum. Denn immerhin ist man damit sozusagen der Methusalem in der Region, der älteste noch existierende Chor im Bördekreis, wie Leiter Eckehart Beichler gern betont und erklärt: „Das genaue Gründungsdatum des Männerchors Sommersdorf ist eindeutig festgehalten – der 11. Februar 1845, historisch unter dem ehemaligen Namen 'Germania'.“

Somit geht es für „Glückauf“ schon langsam auf die 178 zu, doch wollte und will man es sich nicht nehmen lassen, das 175-jährige Bestehen noch gebührend nachzufeiern. Eckehart Beichler: „Das wäre ja bereits 2020 fällig gewesen und war damals auch schon fest für ein Sommerwochenende ins Auge gefasst. Dann veränderte Corona vieles und musste das angedachte Dorffest immer weiter hinausgeschoben werden, wobei die Bedingungen jedesmal schwieriger wurden.“ Erschwerend kam hinzu, „dass es nicht einfach für uns war, in dieser Zeit zusammenzubleiben und unbeirrt auf das Jubiläum hinzuarbeiten. Nicht wenige Chöre gerieten unter den Pandemiebedingungen in wahre Existenzprobleme.“

Nachdem im Frühjahr auch das Vorhaben des große Fests der Vereine der Dreidörfergemeinde Sommersdorf-Sommerschenburg-Marienborn scheiterte, in das die „175+2“-Feier eingebunden werden sollte, schwenkte man in den Jubiläumsplanungen abermals um und einigte sich auf jene Ausweichlösung, die nun zum Tragen kommt: ein Jubiläumskonzert am Sonnabend, 24. September, im Harbker Kulturhaus.

Das sei nicht perfekt, weil es eben kein echtes Heimspiel bedeutet, aber es sei mangels ortseigener Alternativen die sinnvollste Variante gewesen, meint auch Vereinsvorsitzender Alexander Grund: „Der Harbker Saal ist speziell für Kulturveranstaltungen dieser Art optimal ausgerichtet, und das erspart uns viele Extraarbeiten und Improvisationen.“

Jetzt freue man sich auf ein „vielfältiges, klassisches wie volkstümliches Konzert“, das ganz in der Tradition der Sommersdorfer Chorjubiläen durch befreundete Verein bereichert wird. „Die Chöre der 170-Jahr-Feier werden allerdings nicht geschlossen wiederkehren“, bedauert Eckehart Beichler. „Einer musste sich in der Corona-Zeit auflösen, ein anderer ist zurzeit nicht mehr singfähig.“ Ihr Kommen zugesagt haben die „Frohsinn“-Sangeskameraden aus Badeleben sowie die Chorgemeinschaft Hötensleben, der Shanty-Chor Helmstedt und der Posaunenchor Emmerstedt. Das garantiere „ein attraktives Programm.“

Beginn ist um 14 Uhr, der Eintritt für jedermann frei. Es wird um eine Spende gebeten.

 

Text: Ronny Schoof - Volksstimme