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Ummendorfs Maulbeergärtner feiern ihre Mastbewohner


Bild zur Meldung: Grillgemütlichkeit in der Ummendorfer Straße Maulbeergarten. Die Nachbarschaft hatte sich zusammengefunden, um auf die neue Familie anzustoßen, die das Geschehen von ein paar Metern weiter oben beäugte. M. Zielinski



STRASSENFEST UNTERM STORCHENNEST

 

Ein Straßenfest zu Ehren ihrer jüngst zugezogenen Familie haben die Anwohner des Ummendorfer Maulbeergartens gefeiert. Jene Familie zog es allerdings vor, das Geschehen aus der Höhe zu beobachten. Ein Grundstück in der Straße bewohnt sie ohnehin nicht.

 

Adebars sind noch recht neu in der Umgebung – und sie haben es nicht so mit direktem menschlichen Kontakt. Das liegt in ihrer Natur, handelt es sich doch um Weißstörche, die dort über dem Maulbeergarten, ihrer selbsterwählten Heimstatt, eine durchaus schwierige Anfangsphase durchlebten, nun jedoch wahrhaft heimisch geworden sind. Denn sozusagen auf Anhieb hatte sich erstmals auch Nachwuchs im Storchennest eingestellt.

Das war für die Bodenbewohner unten letztlich auch der ausschlaggebende Punkt, die ganze Nachbarschaft auf ein geselliges Stelldichein nach der Devise „Storchenfest unterm Nest“ zusammenzutrommeln. „Diese Überschrift in der Einladung an alle Bewohner des Maulbeergartens war Programm“, berichtet Initiator Mario Zielinski. „Das Beisammensein an der Kaffeetafel musste zwar wetterbedingt zunächst kurzerhand in die Garage verlegt werden, danach machten wir es uns aber zum gemeinsamen Grillen direkt unter dem Storchennest gemütlich. Der erfreuliche Anlass für dieses kleine Straßenfest war die erfolgreiche Brut des Storchenpaares, welches den Horst im letzten Jahr bereits 'reserviert' und in diesem Frühjahr erstmals bezogen hatte.“

 

Zuzug mit Hindernissen

Rückblende: Vor etwas mehr als einem Jahr entschieden sich Herr und Frau Storch, für den Hausbau im Ummendorfer Maulbeergarten – auf einem Freileitungsstrommast der Avacon, der für diesen Zweck nicht wirklich geeignet war. Dementsprechend trostlos sah das Domizil anfangs auch aus. Doch das Pärchen schien das plumpe Nest nicht zu stören. Dennoch schritt die Avacon ein, nahm das Nest herunter und montierte kurz darauf eine Plattform als Nisthilfe an selber Stelle. Adebars nahmen das wohlwollend an und bauten erneut, im zweiten Anlauf deutlich ansehnlicher. Gemeinde und Anwohner zeigten sich hocherfreut über diese Hilfsaktion, die auf Initiative der „Maulbeergärtner“ mit aktiver Unterstützung des Storchenhofs Loburg zustande gekommen war.

Dass sich nun, nachdem die Störche in ihr Sommerhaus zurückgekehrt waren, auch noch die Hoffnung auf Jungvögel erfüllt hat, stimmt die Ummendorfer besonders froh. Mario Zielinski: „Nach Aussage des Storchenhofs ist die Aufzucht von Nachwuchs gleich im ersten Jahr etwas Besonderes. Es ist vielleicht eine kleine Belohnung für den Einsatz von uns Anwohnern und des Storchenhofs Loburg in Verbindung mit der Avacon im letzten Jahr. Es war ja doch eine recht unkonventionelle Aktion.“ Zielinski bedankt sich in diesem Zusammenhang auch „für die vielen Spenden der Ummendorfer Naturfreunde“, die in der Folge auf einen Aufruf der Anwohner für den Storchenhof eingegangen sind.

 

Nachwuchs zeigt sich flügge

Und zum kleinen Straßenfest fasst er zusammen: „Es war ein voller Erfolg, ganz im Sinne guter Nachbarschaft, bei dem Jung und Alt einen schönen Nachmittag beziehungsweise. Abend miteinander verbracht haben und bei dem interessante Gespräche über vergangene Zeiten und die aktuellen Themen geführt wurden. Alle waren sich einig, dies im nächsten Jahr zu wiederholen. Hoffentlich wieder unter den Augen von Familie Adebar. In diesem Jahr haben es die beiden Jungstörche wohl als Motivation aufgenommen und machten bereits einen Tag nach dem Fest erste erfolgreiche Flugversuche.“

 

Das Nest der Adebars schaut nun schmuck aus – und im ersten Jahr seiner tatsächlichen Nutzung hatte sich auch prompt Nachwuchs eingestellt. Fotos: M. Zielinski

Text: Ronny Schoof - Volksstimme