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Spielplatz in Eilsleben: Warum es bis zur Eröffnung so lange gedauert hat


Bild zur Meldung: Spielplatz in Eilsleben: Warum es bis zur Eröffnung so lange gedauert hat



Kindern steht in Eilsleben ein neuer Spielplatz zur Verfügung. Die Gemeinde hat das Areal an der Ovelgünner Straße dieser Tage offiziell freigegeben. Bis es soweit war, hat es einen langen Anlauf für das Projekt gebraucht.

 

Eine lachende Sonne, blitzeblauer Himmel, kunterbunte Spielgeräte und zahlreiche Kinder – zur Eröffnung des neuen Spielplatzes hätten die Begleitumstände nicht besser sein können.

So sahen das auch Dagmar Benkenstein als Vorsitzende des Sozialausschusses, Beatrix Kämz als stellvertretende Bürgermeisterin und Nico Klose, Ratsmitglied und Leiter des Bauhofs, die für die Gemeinde die kleine Einweihungsfeier zwischen Sportplatz und Freibad managten. Flugs waren die Begrüßungs- und Dankesworte gesprochen, das obligatorische Band zerschnitten und schließlich die Spielgeräte dicht belagert, um sie einem ersten Härtetest zu unterziehen.

Der Weg bis dahin dagegen war eher holprig und lang. Einen weiteren Spieplatz im Dorf zu schaffen und zu finanzieren, darin war sich der Gemeinderat vor drei Jahren bereits schnell einig und hielt entsprechende Mittel im Haushalt parat. An der Standortfrage allerdings schieden sich in der Folge die Geister. Ursprünglich war angedacht, die Geräte im so genannten Unterdorf aufzubauen. Eine Fläche am Reitplatz erschien zunächst als geeignete Lösung, doch es mehrten sich Bedenken dahingehend, dass spielende Kinder und gerittene Pferde ein zu großes gegenseitiges Stör- und Gefahrenpotenzial bedeuten würden.

 

Auf den Sportplatz geeinigt

Ab Ende 2020 wurde daher nach einer Alternative gesucht, und es zeichnete sich ab, dass man vom Unterdorf wird abrücken müssen. Letztlich wurde die Wiese am Sportplatz-Klubhaus „Zum Kicker“ allenthalben als geeignetste Option erachtet, so dass Bürgermeister Manfred Jordan im Juni vorigen Jahres verkündete: „Der Spielplatz wird hier gebaut. Das Gesamtpaket aus Größe, Lage und Beschaffenheit spricht dafür.“ Mit der avisierten Realisierung noch 2021 hat es dann zwar nicht mehr geklappt, dafür jedoch konnte die Gemeinde den Kindern nun ein freudiges Ostergeschenk bereiten: die Freigabe des Klettergerüsts, des Tellerschaukelkarussells und des Bodentrampolins.

„Den Aufbau der drei Geräte haben wir als Bauhof in Eigenregie übernommen“, erklärt Nico Klose. Mit den vorbereitenden Tiefbauarbeiten hatte man eine örtliche Firma beauftragt. „Wir wollen demnächst noch eine Bank aufstellen und auch noch die mit Sand aufgefüllten Bereiche in eine Umrandung einfassen. Damit haben wir noch gewartet, weil wir schauen mussten, ob das Budget dafür noch reicht“, so Klose weiter, ehe er den Kinder auf dem Karussell einen kräftigen Rotationsschub gab. Sein Eindruck: „Es ist vom Standort her jetzt nicht so weit weg von dem Spielplatz im Wohngebiet Siegerslebener Straße, aber es sind mal andere Spielgeräte. Das war uns bei der Planung auch wichtig.“

Rund 30 000 Euro habe die Gemeinde sich das Projekt kosten lassen, etwa die Hälfte davon entfällt auf den Anschaffungspreis der Spielgeräte. Über eine von Eltern initiierte Teilnahme an einer Spendenaktion der Bäckereikette Steinecke seien 1000 Euro als Unterstützung geflossen, teilte Beatrix Kämz mit.

 

Foto: Eilslebens neuer öffentlicher Spielplatz befindet sich auf der Wiese am Sportlerheim „Zum Kicker“ in der Ovelgünner Straße.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme