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Siegersleben

Kirche Siegersleben

Siegersleben ist seit 01. September 2010 ein Ortsteil der Gemeinde Eilsleben im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). 

 

Schlaglichter aus der Geschichte des Ortes Siegersleben

 

1144 Klein Siegersleben wird aus dem Eigenbesitz der Groß Siegersleber Adelsfamilie herausgetrennt.
1188 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Klein-Siegersleben. Bau der ersten Kapelle (Holzbau), gestiftet von Ritter Albert, Standort: alter Friedhof
1191 - 1241 Das Kloster Mariental erlangt durch Kauf bzw. Schenkung in Klein Siegersleben etwa 275 Morgen Land und zwei Hofstellen.
1239

Bildung eines Klosterhofes

Bau einer neuen Kapelle auf dem Klosterhof (Steinbau).

Ab 1238 nutzte das „Kloster Marienthal" bei Helmstedt jede Gelegenheit zum Landerwerb. Dazu gehörte auch die Gemarkung Siegersleben. 1239 gründete es einen neuen Klosterhof mit einer Marienkapelle. Der Hof entwickelte sich bald zur Größe eines Gutshofes. Im Lauf der Reformation und des 30-jährigen Krieges wurden Dorf und Gut stark zerstört. Von den zahlreichen Pächtern des Klostergutes hatte Oberamtmann „Österreich" großen Anteil an der Errichtung der Eilsleber Zuckerfabrik.

1257 - 1264

Weiterer Besitz des Kloster Mariental.

Die Felder des wüst gewordenen Ortes Kowelle (südwestlich von Siegersleben) werden vom Klosterhof Siegersleben verwaltet und bewirtschaftet.

um 1300 Bauern des Gutes errichten am Gusthof Wohnhäuser (obere Dorfstraße - hinter der Kirche).
um 1400 Vergrößerung der Einwohnerzahl, Ansiedlung außerhalb der alten Ortslage (Hauptstraße in Richtung Eilsleben).
1465 Der asseburgische Besitz Eilersdorf (zwischen Seehausen und Siegersleben) geht in Besitz des Kloster Mariental über. Damit errreichte das Klostergut seine heutige Größe.
1504 Das Klostergut übt das "Untere und Zaungericht" aus. Die Richtstätte lag auf dem Schande Anger.
1577 Erwähnung einer Windmühle, Straße nach Ovelgünne.
1600 Erwähnung der Wassermühle am Klostergut.
1648 Erstmalige Erwähnung des Dorfkruges (Grundsück Hosenthien).
1781 Erstmalige Zählung der Feuerstellen und Einwohner. Das Dorf besitzt 35 Feuerstellen. Man zählte im Dorf 93 Einwohner. Auf dem Gutshof zählte man 60. Der Ort besitzt ein eigenes Backhaus.
1820

Werden genannt:

229 Einwohner, 1 Schäferei, 1 Krug, 1 Wind- und Roßölmühle. Eine Schule wird dagegen erstmalig 1843 erwähnt. Dazu die verschiedenen Handwerker:

1 Gärtner, 1 Sattler, 1 Fleischer, 2 Bäcker, 1 Müller, 2 Stellmacher, 1 Tischler

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Siegersleben unter westfälischer Verwaltung zum „Kanton Seehausen".

1861 - 1862

Bau der heutigen Kirche, an denen die Handwerker des Ortes beteiligt waren.

Die Anlage des ehemaligen Klostergutes ist heute noch erhalten. Auf dem Hof stand die Kapelle, die der Klosterheiligen „Maria" geweiht war. Sie wurde 1865 abgerissen, nachdem die neue Dorfkirche fertiggestellt war. Die „St. Marien"-Kirche erbaute man 1861/64 unter der Leitung des Kreisbaumeisters „Wunderlich"-Schöningen.

1855 Bau der ersten Chaussee von Siegersleben bis Grenze Seehausen.
1896 Beginn Straßenbau nach Eilsleben.
nach 1945 Domäne wird Volksgut.
1953 Zusammenlegung der Gemarkungen von Siegersleben und Ovelgünne zu einer Gemarkung Ovelgünne.
2010 Siegersleben wird wie Ovelgünne nach Auflösung der Gemeinde Ovelgünne Ortsteil der Gemeinden Eilsleben in der Verbandsgemeinde Obere Aller.