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Verbandsgemeinde arbeitet am Gemeindeentwicklungskonzept

Verbandsgemeinde Obere Aller, den 25.03.2017

Mittel der Europäischen Union (EU), des Bundes und des Landes haben in den zurückliegenden 25 Jahren im Gebiet der Verbandsgemeinde Obere Aller und ihrer sieben Mitgliedsgemeinden maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gebäudesubstanz und die Infrastruktur von Grund auf saniert und in vielen Bereichen neu geschaffen werden konnte.

 

In Zukunft möchte die Landesregierung den Einsatz der Fördermittel auf der Basis von Konzepten vornehmen, die von den verantwortlichen Akteuren vor Ort – gemeinsam mit Wirtschafts- und Sozialpartnern und der Zivilgesellschaft – vorgeschlagen werden. Dieses Ziel verfolgt das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK), das seit Ende des Jahres 2016 erarbeitet wird. Es knüpft einerseits inhaltlich an bestehende Dorfentwicklungsplanungen an und weitet andererseits den Blickwinkel auf neue Themenbereiche, die mit der Entwicklung der seit dem Jahr 2010 bestehenden Verbandsgemeinde verbunden sind.

 

Das Konzept soll Entwicklungsziele und Investitionsschwerpunkte sowohl auf jenen Gebieten formulieren, für die die Verbandsgemeinde verantwortlich ist (u.a. Kindertagesstätten, Grundschulen, Horte, Freiwillige Feuerwehr) als auch Handlungsschwerpunkte für jede Mitgliedsgemeinde herausarbeiten. Das IGEK wird noch in der laufenden Förderperiode der EU (20014-2020) Anwendung finden und zugleich den Blick auf das kommende Jahrzehnt richten.

 

Die Verbandsgemeinde hat den halleschen Regionalwissenschaftler Dr. Wolfgang Bock mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragt; er arbeitet dazu mit dem Landschaftsarchitekten Wolfram Westhus aus Magdeburg zusammen. Beide sind auch als Experten im Bereich des europäischen LEADERProzesses in der Region tätig. Für die Koordinierung der IGEK-Arbeiten ist eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die vom Verbandsgemeindebürgermeister geleitet wird und in der Mitglieder des Verbandsgemeinderates sowie Verantwortliche aus dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), dem Landkreis Börde, der Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum und der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg mitwirken werden.

 

Nachdem zu Jahresbeginn bereits Arbeitstreffen des Projektteams in allen Gemeinden stattfanden, sollen im April öffentliche Ortsbegehungen durchgeführt werden. Zudem finden am 18. Mai in Eilsleben (Beginn 18 Uhr, Gemeindezentrum) und am 15. Juni in Hötensleben (Beginn 18 Uhr, Grundschule) öffentliche Informationsveranstaltungen zum IGEK-Prozess statt.

 

Ideen, Vorschläge und Hinweise, die sich auf die künftige Entwicklung der Verbandsgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden beziehen, können jederzeit dem Projektteam übermittelt werden; dafür stehen folgende Kommunikationswege zur Verfügung:

 

IGEK-Projektleiter Dr. Wolfgang Bock: Dr. Bock & Partner GbR, Kleine Ulrichstraße 37, 06108 Halle; Tel.: 0345 686 7053; Fax: 0345 686 7054; Email: info@bock-consult.com.

 

Im Herbst dieses Jahres soll der IGEK-Entwurf dann in den Gemeinderäten und danach im Verbandsgemeinderat vorgestellt werden.